Der Kern von Fact & Feeling ist eine spezialisierte Engine aus analytischen Algorithmen, die Architektur in eine messbare und logische Struktur überführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden basiert unsere Analyse nicht auf subjektiven Einschätzungen, sondern auf einem mathematisch fundierten System, das Entwürfe oder gebaute Einrichtungen als funktionales Ganzes begreift.
Die Architektur der Analyse folgt einer klaren dualen Logik:
1. Auf einer Seite bildet die umfassende Klassifizierung der architektonischen Variablen (AVs) das Fundament, in der hunderte Parameter von der Raumgeometrie bis zur Materialbeschaffenheit präzise erfasst sind.
2. Auf der anderen Seite stellt die Definition der Health and Care Outcomes (HCOs) die direkte Verbindung her und verknüpft die räumlichen Daten mit den angestrebten gesundheitlichen Auswirkungen. Diese beinhalten eine Klassifizierung von Gesundheitskriterien aus den Bereichen Physis, Psychologie sowie Leistungsfähigkeit und deren spezifische Unterkategorien.
Die Bewertung der Gebäudeperformance erfolgt durch eine tiefgreifende Systemanalyse:
Die Berücksichtigung direkter und indirekter bzw. linearer und nicht-linearer Interaktionen verdeutlicht, dass Architektur kein statisches Gebilde ist. Das System analysiert sowohl unmittelbare Zusammenhänge als auch vielschichtige Abhängigkeiten, um die tatsächliche Wirkung des Raums auf Sicherheit und Orientierung zu bestimmen.
Die Modellierung von Verbundwirkungen macht komplexe Kausalketten und Kaskadeneffekte sichtbar. Hierbei wird berechnet, wie sich verschiedene Faktoren gegenseitig verstärken oder abschwächen, sodass Wechselwirkungen – wie der Einfluss von Materialwahl auf die Akustik und den daraus resultierenden Stresspegel – exakt quantifiziert werden.
Die Durchführung diverser Analyseformate bietet eine fundierte Entscheidungsgrundlage durch gezielte Ursachenanalysen und Gap-Analysen. Dabei wird die Lücke zwischen dem Ist-Zustand und den wissenschaftlichen Soll-Vorgaben identifiziert, um präzise Optimierungspotenziale für das soziale Miteinander und die Effizienz der Einrichtung abzuleiten.
Der digitale Workflow ist nahtlos in den Planungsprozess integriert, sodass das System unmittelbar nach der Dateneingabe eines Designs vollautomatisch die relevanten Klassifizierungen aller Variablen identifiziert. Diese unmittelbare algorithmische Bewertung sorgt dafür, dass architektonische Entwürfe ohne Zeitverlust auf ihre tatsächliche Wirksamkeit und Evidenz hin geprüft werden können.
Ein wesentlicher Vorteil unserer Lösung ist die vollautomatische Arbeitsweise, durch die sich die hochpräzise digitale Analyse deutlich von herkömmlichen Checklisten abhebt. Da menschliche Fehlerquellen eliminiert werden und objektive, mathematisch belegbare Ergebnisse vorliegen, ermöglicht die klare Vergleichbarkeit der Daten eine Bewertung auf wissenschaftlicher Basis statt auf bloßem Bauchgefühl.
Zudem bleibt das System durch seinen Aufbau jederzeit zukunftssicher, da die Engine als skalierbares und aktualisierbares System flexibel an unterschiedliche Projektgrößen oder spezifische Anforderungen angepasst werden kann. Die kontinuierliche Integration neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse stellt dabei sicher, dass die Algorithmen stets auf dem aktuellen Stand der Forschung bleiben und neue Evidenzen sofort in jede Bewertung einfließen.

