Ablauf und Vorgehensweise

Datenerfassung aus mehreren Quellen

Eine präzise Diagnose beginnt mit einer vollständigen Erfassung des Status quo. In dieser ersten Phase aggregiert Fact & Feeling alle relevanten architektonischen Parameter der Einrichtung. Wir verlassen uns nicht auf eine einzelne Quelle, sondern führen Daten aus mehreren Ressourcen zusammen, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

Dazu gehören primär die Digitalisierung und Auswertung bestehender Architekturpläne (Grundrisse, Schnitte), die Analyse von Material- und Ausstattungsliste220n sowie ggf. detaillierte Vor-Ort-Begehungen zur Validierung der Bestandsdaten. Zusätzlich können qualitative Daten, wie Nutzungsprofile und betriebliche Abläufe, integriert werden. Ziel ist es, den physischen Raum in ein strukturiertes Datenmodell zu überführen, das alle geometrischen, materiellen und atmosphärischen Variablen enthält. Diese „Deep Data“-Basis ist entscheidend, da fehlende Eingangsinformationen in späteren Phasen zu verzerrten Analyseergebnissen führen könnten. Wir schaffen hier das digitale Fundament für alle nachfolgenden Berechnungen.

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Algorithmische Bewertung

Sobald die Datenbasis steht, übernimmt die Fact & Feeling-Software die Verarbeitung. In dieser Phase werden die statischen Datenpunkte in dynamische Informationen umgewandelt. Unsere algorithmische Engine scannt das erstellte Modell und prüft Hunderte von Variablen auf ihre gesundheitliche Relevanz.

Anders als bei einer manuellen Prüfung, die oft linear vorgeht, bewertet die Software die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Faktoren. Sie prüft, wie sich architektonische Eigenschaften und Materialwahl gegenseitig beeinflussen. Dabei kommen mathematische Modelle zum Einsatz: Es werden Verbundwirkungen berechnet und nicht-lineare Interaktionen geprüft. Das System identifiziert nicht nur offensichtliche Mängel, sondern auch verborgene Risikofaktoren, die erst durch die Kombination verschiedener architektonischer Merkmale entstehen. Das Ergebnis ist ein hochpräziser Datensatz, der den „Gesundheitswert“ der Architektur quantifiziert.

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Analyse und Gap-Ermittlung

Die Bewertungsdaten werden nun in verständliche, handlungsrelevante Erkenntnisse übersetzt. In dieser analytischen Phase vergleichen wir die ermittelten Werte mit wissenschaftlichen Standards und Best-Practice-Modellen (Gap-Analyse). Wir identifizieren die Lücke zwischen dem Ist-Zustand der Einrichtung und dem Soll-Zustand einer optimalen Gesundheitsarchitektur.

Die Analyse priorisiert die Ergebnisse: Welche Defizite haben den größten negativen Einfluss auf Patienten und Personal? Wo liegen ungenutzte Potenziale? Wir erstellen detaillierte Profile für verschiedene Bereiche – von Patientenzimmern über Therapiezonen bis hin zu Personal- und Arbeitsräumen. Diese Phase liefert die strategische Roadmap. Sie zeigt nicht nur, dass etwas verbessert werden muss, sondern warum und an welcher Stelle eine Intervention den höchsten Return on Investment in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden liefert.

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Architektonische Umsetzung und Begleitung

Wissen allein verändert keine Räume. In der finalen Ebene transformieren wir die analytischen Erkenntnisse in gebaute Realität. Fact & Feeling agiert hier als spezialisierter Architekturpartner. Basierend auf der Gap-Analyse entwickeln wir konkrete Sanierungs- oder Umbaupläne.

Dies umfasst alle klassischen Leistungsphasen der Architektur, jedoch mit einem datengestützten Fokus: Von der Entwurfsplanung über 3D-Visualisierungen, die die Wirkung der Maßnahmen vorab erlebbar machen, bis hin zur Ausführungsplanung. Darüber hinaus begleiten wir die Bauphase, um sicherzustellen, dass die definierten Qualitäten nicht durch Ausführungsfehler verwässert werden. Wir überwachen die Materialwahl und die bauliche Umsetzung, damit das theoretische Optimierungspotenzial vollständig in der physischen Umgebung ankommt. So schließt sich der Kreis von der Datenaufnahme bis zur fertigen, heilenden Umgebung.

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